Kaffeefinder
Eignung
Stärke
Preiskategorie
Zertifizierung
Länder
Land auswählen...
Land auswählen...
Äthiopien
Australien
Brasilien
Costa Rica
Cuba
Ecuador
El Salvador
Galapagos Inseln
Guatemala
Hawaii
Indien
Indonesien
Jamaika
Kenia
Kolumbien
Mexiko
Mischung
Nicaragua
Panama
Peru
Service-Hotline
+49 6525 93111 zum Kontaktformular
Kaffeeblüten
Was bedeutet eigentlich Processing und warum ist es wichtig?

Processing bedeutet, dass die Kaffeekirschen nach der Ernte direkt aufbereitet werden müssen. Denn sobald die Frucht vom Baum gepflügt wurde, fängt der Kaffee an zu fermentieren(lat. fermentum „Gärung“). Dies beeinflusst nicht nur den Geschmack, sondern auch die Qualität des Kaffees.
Natürlich beeinflusst die/der Herkunft/Anbau der Kaffeepflanze den Geschmack des Kaffees. Aber vor allem die Aufbereitungsmethode beeinflusst den Geschmack des Kaffees enorm.

Zum Beispiel, ein Kaffee aus Äthiopien kann unterschiedlich schmecken, obwohl der Kaffee von der selben Farm kommt. Wie kann das sein?
Je nachdem wie die Kirschen im nachhinein processed werden, entwickeln Sie einen anderen Geschmack.
Ein fully washed schmeckt generell vital und hat eine präsente Säure. Natural aufbereitete Kaffees weisen eine süße, hohe Komplexität und einen vollen Körper auf.
Ihre Aromen sind fruchtig und blumig.
Erfahren Sie den Unterschied zwischen natural (sundried), pulped natural und fully washed hier bei Mondo del Café.

fully-washed-aufbereitung-facettenreiche-spitzenkaffees

Fully washed oder auch nass Aufbereitet, ist eine Methode um Kaffeebohnen aufzubereiten. Für diese Aufbereitungsart wird, wie der Name schon vermuten lässt, Wasser benötigt und zwar eine Menge. 130 – 150 Liter (Vorzugsweise klares Quellwasser) pro Kilogramm Markt fertigen Rohkaffee.
Die Kaffeekirschen verlieren hier Ihre Schale und auch das Fruchtfleisch.

Fully washed Kaffees weisen einen vitalen Geschmack und eine präsente Säure auf.

Die frischen, reifen Kaffeekirschen werden von Hand oder Mechanisch von Verunreinigungen befreit und in Wassertanks oder Schwemmkanälen vorsortiert. Dann werden die Kaffeekirschen durch den Pulper geschickt. Mit dieser Maschine wird das Fruchtfleisch so von den Bohnen abgequetscht, dass diese unbeschädigt in ihrer allerdings noch von einer Schleimschicht umgebene Pergamino Hülle übrig bleiben. Gleichzeitig wird das überflüssige Fruchtfleisch von den Bohnen getrennt. Wichtig ist, dass das Gut nicht später als 24 Stunden, besser innerhalb von 12 Stunden nach der Ernte zur Nassaufbereitung gelangt.

 

Pergamino (Hornschale) ist eine Hülle, die den eigentlichen Kern vor außen Einflüssen schützt und dem Kaffee eine natürliche Süße bilden lässt.
Sie wird sichtbar wenn das Fruchtfleisch mit der Schale entfernt wird.
Beim natural verfahren wird die Pergaminoschicht geschält, bevor diese verschifft werden.

Anschließend wird der entpulpte Kaffee im Schwemmkanal und durch Siebung weiter selektiert und gelangt dann in das Fermentationsbecken oder die Fermentationsbehälter. Dort wird der an der Pergamino haftende Restschleim in einem Gärungsprozess, dem sog. Fermentationsvorgang, gelöst und abwaschbar gemacht.

Die im Kaffee vorhandenen Enzyme bewirken diese Fermentation. Sie dauert normalerweise je nach Gegebenheiten 12 bis 36 Stunden. Absolute Sauberkeit aller Anlagen und Aggregate ist notwendig, denn eine Bohne, die zu lange der Gärung ausgesetzt war, ist überfermentiert und ergibt die berüchtigte „Stinkerbohne“, die eine ganze Kaffeepartie verderben kann.

Nach der Fermentation muss der Kaffee gewaschen werden, um alle noch verbliebenen Reste von der Pergamenthaut zu entfernen. Das geschieht in den sog. Waschkanälen oder Waschtanks. Danach kommt die Trocknung.

Bei der Trocknung wird der Pergamentkaffee auf ca. 12% Feuchtigkeit heruntergetrocknet. Das geschieht auf Trockenplätzen (Patios) oder Trockenhorden und dauert rund 10 bis 15 Tage. Sollte die Sonne zur Trocknung nicht ausreichen, so werden auch Trockenöfen eingesetzt, in denen erhitzte Luft das Gut trocknet.